Pfarrkirche Neukirchen zu St. Christoph

Leitwort
"Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt." Mt 28.20
Einleitung
Pfarrkirche - Aussen1Gott ist unser Vater. Wir sind alle seine Kinder. Er hat uns alle sehr lieb, darum ist er immer bei uns. In Christus sind wir eine Familie, die zusammenhält, zu allen Zeiten, wo Verzeihung möglich wird und einer des anderen Last trägt.

Unsere wunderschöne Pfarrkirche, die sichtbar auf der Anhöhe der Gemeinde steht, bezeugt diese unsere feste Überzeugung, unsere Haltung und unseren Glauben. Seit dem Tag ihrer Weihe, als Gott sie als sein Eigentum angenommen hat, ist Gottes Gegenwart in diesem heiligen Haus verbürgt. Deswegen ist diese Kirche kein bloßer Versammlungsraum; sie ist Haus Gottes, die Pforte des Himmels. Hier wohnt Gott bei uns Menschen. Darum danken wir Gott für seine immerwährende Gegenwart bei uns und allen, die durch ihr unermüdliches ehrenamtliches Engagement, durch großzügige Spenden und Opferbereitschaft, uns dies ermöglicht haben.

Unser Glaube ist schön. Er gibt uns Halt und Heimat. Darum ist auch unsere Kirche eine offene Kirche. Jeder kann hierher kommen und jeder ist eingeladen, hier den Schatz seines Lebens zu entdecken, hier sich aufgehoben, hier sich geborgen zu fühlen und Halt und Kraft für das tägliche Leben zu finden.
Patron und Patrozinum
Pfarrkirche - ChristophorusPatron: St. Christophorus

Patrozinum: 24. Juli
Verschiedenes
Pfarrkirche - Aussen2Gottesdienst: Jeden zweiten Dienstag um 19.00 Uhr.
Jeden Freitag um 16.00 Uhr (Winterzeit = WZ) 16.30 Uhr (Sommerzeit = SZ).
Jeden Sonntag um 9.00 Uhr.

Schülergottesdienst: Jeden Freitag um 16.00 Uhr (WZ) 16.30 Uhr (SZ).

Mesnerdienst: Ehrwürdige Schwestern

Erbauung der Pfarrkirche: 1709

Benediziert: Am 22. September 1709 wurde die Kirche durch Herrn Pfr. Johann Michael Weinzierl, Lobkowitzischer Rat und Pfarrer zu Waldthurn, benediziert.

Letzte Außen- und Innenrenovierung: 2002-2004

Dankmesse anläßlich zum Abschluß der Renovierung: 2005 durch H.H. Domkapitular Dr. Franz Frühmorgen

Selbständige Pfarrei: Seit 1788
Aus der Geschichte
Pfarrkirche - InnenUnsere Pfarrei war ursprünglich eine Expositur der Pfarrei Lennesrieth. 1609 wurde eine Kapelle im Georgenberger Wald von Georg Christoph von Wirsberg, der evangelisch war, erbaut. Dies gab den Ausschlag für die Wahl des Kirchenpatrons des heiligen Christophorus.

Die verfallene Kapelle war aber von Herrn Johann Michael Weinzierl, Lobkowitzischer Rat und Pfarrer zu Waldthurn, auf gnädige Lizenz des Ordinariats (16. Januar 1702) wieder repariert und von ihm am 22. September 1709 benediziert worden.

Die entscheidende Änderung kam 1788, als die Fürstin Lobkowitz Gabriela die Expositur Neukirchen zu St. Christoph zur Pfarrei erhob. Erst im Jahre 1799 erscheint dieser Name offiziell.
Im Jahre 1837 kam unsere Grenzlandpfarrei vom Dekanat Nabburg zum Dekanat Leuchtenberg, dem sie bis heute angehört.

Erbaut wurde das Gotteshaus 1709 unter Verwendung älterer Mauerteile. 1962 kamen neue Glocken in den Glockenstuhl des Kirchturms. Seit 1973 gibt es eine elektrische Uhr mit Läutwerk. Im Jahre 1990/91 fand die Generalsanierung statt.

Weil unsere Pfarrkirche sehr der Witterung ausgesetzt ist, waren immer wieder Renovierungen notwendig. Im Jahre 2002/2004 wurde die Kirche innen und außen renoviert. Die Grundmauern wurden stückweise abgetragen und neu erbaut. Zusätzlich wurde eine Fußbodenheizung eingebaut.
Ausstattung
Aus dem beginnenden 18. Jahrhundert befinden sich drei Altäre, sowie ein Säulenretabel mit Akanthusdekor in der Pfarrkirche. Der Hochaltar zeigt das Wappen und die Inschrift Joh. B. v. Haertl aus den Anfängen des 18. Jahrhunderts. Die flankierenden Seitenfiguren stellen den hl. Georg und den hl. Florian dar.

Die beiden Seitenaltäre, die seit 1973 wieder mit den ursprünglichen Altarblättern versehen sind, sind jetzt Maria und dem Herzen Jesu geweiht, während sie früher dem hl. Leonhard und dem hl. Wendelin bzw. der Heiligen Familie gewidmet waren. Nördlich davon ist eine Pietä, südlich davon befinden sich die Statuen Maria und der hl. Leonhard als Fürbitter der Notleidenden. Als Seitenfiguren erkennt man den hl. Joachim und die hl. Anna sowie den hl. Sebastian und den hl. Rochus. Eine mit reichem Rankenwerk verzierte Kanzel wird vom Jesuskind gekrönt, am Korpus befinden sich die Statuetten zweier Kirchenväter.
Das Altarbild
Pfarrkirche - AltarBeim Eintreten in unser Gotteshaus fällt der Blick auf das Altarbild, das unseren Patron, den heiligen Christophorus groß darstellt. Er trägt das Jesuskind über den Fluß. 1942 wurde das Bild vom Künstler Vierling gemalt.
Die Rosenkranzmadonna
Pfarrkirche - RosenkranzmadonnaBlickfang im Innenraum der Pfarrkirche ist sicherlich die Rosenkranzmadonna, die wieder die sechs Rosenkranzgesetzchen erhalten hat.

Das sechste Rosenkranzgesetzchen hat eine besondere Bedeutung. Zur Pestzeit beteten die Gläubigen ein Gesetzchen um Befreiung von der Epidemie dazu. Sie wurden von der Mutter Gottes erhört und zum Dank wurde die Madonna mit sechs Gesetzchen umrahmt.
Gemälde
Die Bilder vom heiligen Michael, der Taufe Jesus und vom Kreuzweg stammen aus neuerer Zeit. Der einheimische Künstler, Herr Reinhold Schultes aus Georgenberg, hat diese Gemälde gemalt.

Mögen alle die unsere herrliche Pfarrkirche besuchen, um Gott zu danken, zu beten und innezuhalten, auf die Fürsprache des heiligen Christophorus, dem "Christusträger" reiche Gnaden und viel Kraft erhalten, um wie der heilige Christophorus, den Herrn zu den Menschen zu tragen und im Alltag zu bezeugen. Die Reisenden mögen Schutz und Begleitung erfahren.
Historische Fotos der Pfarrkirche St. Christophorus
Altarbild  Altarbild des Hl. Christophorus  Madonna im Rosenkranz aus dem 18. Jahrhundert  Figur aus dem 15. Jahrhundert 

Kirchplatz um das Jahr 1940  historische Postkarte um 1950  historische Innenansicht vor 1957  historische Innenansicht vor 1957  Pfarrkirche vor 1970 

Pfarrkirche nach der Renovierung 1970  Pfarrkirche nach der Renovierung 1972