Vortrag: "Nahrungsmittel als vergessene Heilmittel"
14.03.2007

“Der Körper muss erst im Einklang mit der Seele sein. Erst dann ist er offen für das, was man ihm Gutes tut.” Ulrike Geyer-Rosenthal kennt viel Gutes und hat das bei ihrem Vortrag “Nahrungsmittel als vergessene Heilmittel” am Mittwochabend im Pfarrheim immer wieder unterstrichen.

Das ging bereits mit der Zwiebel – “die Inhaltsstoffe der roten ist höherwertig” – los. Nach den Worten der aus Wiesau stammenden Referentin ist diese besonders gut für Niere, Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse, Darm und sogar Lunge. “Sie normalisiert den Blutzucker-Spiegel”, war eine weitere Information der Rednerin, die das Inhalieren des Zwiebeldampfs als natürliches Antibiotikum bezeichnete. Dazu komme, dass die Zwiebel das Blut verdünne und auch bestens zum Auflegen bei Bienen- oder Wespenstichen geeignet sei.

“Äpfel haben wertvolle Inhaltsstoffe”, sagte Geyer-Rosenthal, wobei das enthaltene Kalium zur Stärkung des Herzens diene. Apfelsaft kann ihren Aussagen zufolge zwar relativ hohen Temperaturen ausgesetzt werden, enthält dann aber kein Pektin mehr. Als “Vitamin-B-Räuber” bezeichnete die Referentin Zucker, der die Leistungsfähigkeit mindere. “Man wird müde und gestresst.” Wesentlich besser sei es, auf Honig umzusteigen. “Honig wirkt antibakteriell und heilend”, ließ Geyer-Rosenthal wissen und riet, das Produkt etwa bei Brandwunden oder Furunkeln aufzustreichen und zum Gurgeln zu verwenden.

Vor allem die Frauen haben es gerne gehört: “Knoblauch ist gut für die Schönheit.” Zur Minderung des Geruchs riet die Referentin, Milch zu trinken oder Petersilie zu kauen. Dazu komme der Gehalt an Vitamin E, das gut bei Rheuma und Gicht sei, Cholesterin und Blutdruck senke sowie zur Blutreinigung diene. “Knoblauch wirkt wie Abflussfrei im Ausguss”, meinte sie.

Appetitanregend wirke Bockshornklee-Samen, sagte Geyer-Rosenthal, die empfahl, dieses Nahrungsmittel wegen der entzündungshemmenden Wirkung unter anderem bei chronischen Ausschlägen zu verwenden und die Haut damit abzutupfen. “Auch Pfarrer Sebastian Kneipp hat damit gearbeitet.” Mit Blumen bedankte sich am Ende Robert Götz im Namen des Pfarrgemeinderats bei der Referentin.