“Pater László Szilas ist aus unserer Pfarrgemeinde nicht wegzudenken.” Die Worte von Pfarrer Antony Soosai spiegelten das wider, was bei der Feier des Patroziniums der Pfarrkirche am 22. Juli alle gedacht haben: “Er ist einer von uns geworden.” Umso mehr war das Bedauern zu spüren, dass am Montag voraussichtlich letzte Besuch des beliebten Geistlichen zu Ende gegangen ist.
Trotz des Wehmuts über Szilas’ Abschied stand die Freude im Mittelpunkt. “Ich will dich preisen, mein Herr und König, ich will dich loben, Gott meines Heils”, zitierte Soosai aus der Lesung, als er bei dem gemeinsam mit Szilas zelebrierten Gottesdienst von einem großen Familienfest sprach. “Schauen sie herum: Kinder, Jugendliche, Erwachsene – wie in einer großen Familie, Jung und Alt, dazu die Vereine, Verbände und Gremien.” So freute sich der Seelsorger darüber, dass viele bereit seien, in der Pfarrgemeinde Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen. “Was wäre die Pfarrfamilie ohne sie”, anerkannte er deshalb.
“Sie sind immer da, wenn sie gebraucht werden und packen an, ohne viele Worte zu verlieren.” Für Soosai ist daher jeder in der Pfarrgemeinde “ein wertvolles Geschenk”. Dazu kämen neben der Pfarrkirche selbst – “wir haben ein wunderschönes Gotteshaus” – die Filialkirchen und Kapellen, in denen jeder Gott näher kommen könne. Den heiligen Christophorus als Patron der Pfarrkirche bezeichnete er als Vorbild für den Glauben und das Leben.
Was Kirchenpfleger Josef Meckl bereits bei der Begrüßung betont hatte, unterstrich der Pfarrer, als er die wertvollen Dienste von Pater László Szilas aufzählte. “31 Mal hat er bei uns Urlaubsvertretung gemacht und durch seine Freundlichkeit, Sympathie und Aufgeschlossenheit ist er einer von uns geworden.” Meckls Berechnung zufolge hatte es Szilas in der langen Zeit auf zwei Jahre in Neukirchen zu St. Christoph gebracht. Wie Ludwig Herrmann, der Sprecher des Pfarrgemeinderats, bedauerten Soosai und Meckl den voraussichtlich letzten Besuch des geschätzten Paters. Umso mehr hofften sie – “so Gott es will” – auf ein Wiedersehen.
Das war auch in Szilas’ Worten zu spüren. “Ich hätte nicht gedacht, dass sich der Abschied nach meinem ersten Besuch im Jahr 1972 35 Jahre hinauszieht”, blickte er zurück. Dabei erinnerte er vor allem an die Freundschaft mit dem bereits verstorbenen Pfarrer Willibald Männer und dessen Schwester Aloisia und sagte ein herzliches “Vergelt’s Gott!” für die Herzlichkeit, die er in der Pfarrei empfangen habe.
“Ob ihr wisst, ob ihr wisst, wie die Welt entstanden ist?”, fragten am Kirchturm die Kleinen der Kinder-Tagesstätte, die auf Gottes Schöpfung von Himmel, Erde, Tiere und Menschen hinwiesen und zum gemütlichen Teil überleiteten. Der war bei der Blaskapelle Waldkirch unter der Leitung von Alois Träger – sie hatte bereits bei der Eucharistiefeier gespielt – in besten Händen. Im Pfarrheim versorgte das Team des Katholischen Frauenbundes die zahlreichen Gäste mit Kaffee und leckeren Kuchen.
Auch für die Kinder war einiges geboten. So ließen sich viele von Oberministrantin Sabine Schultes, Kathrin Sauer, Verena Träger und Sabrina Walter beim Kinder-Schminken originelle Masken verpassen und tobten sich auf der Hüpfburg aus. Beim Bücher-Flohmarkt konnte der eine oder andere einen “alten Schinken” erstehen. “Schöi is’”, freute sich Pfarrer Antony Soosai, der wie Pater László Szilas und die Besucher die gute Stimmung bis in den Abend hinein sichtlich genoss.
Patrozinium und Pfarrfest
22.07.2007



