Verabschiedung Pater László Szilas
15.07.2007

Für Pfarrer Antony Soosai stecken in “barmherzig” die Wörter “Erbarmen” und “Herz”. Beim Festgottesdienst zur Kirchweih am Sonntag in Neuenhammer nahm der Geistliche Bezug auf das Gleichnis vom barmherzigen Samariter und unterstrich die Worte Jesu Christi, der zum Gesetzeslehrer gesagt hatte: “Geh’ und handele genauso!”
Wer an einem, der offensichtlich Hilfe braucht, vorbeigehe, handle nämlich gleichgültig und lieblos wie die Männer im Evangelium. “Im heutigen Evangelium lädt Jesus uns ein, selbst solche hilfreiche und mitfühlenden Menschen zu werden”, sagte Soosai. “Er stellt den barmherzigen Samariter als Vorbild vor unsere Augen.”
Und so erzähle der Sohn Gottes die Geschichte nicht ohne Grund. “Er will die Menschen wachrütteln und sagen: Schaut, was nützt ein solch blinder Gehorsam Gesetzen, Geboten und Pflichten gegenüber, wenn er die Not eines Menschen übersieht?” Diese solle schließlich Vorrang haben.
Soosai erinnerte dabei, dass es im Alltag viele Situationen gebe, in denen man durchaus ein Herz für andere zeigen könne, ob auf dem Schulhof, in der Arbeit oder in der Nachbarschaft. “Versuchen wir, unsere Augen offen zu halten, damit wir sehen, wo wir im Leben Hilfe bringen können”, appellierte er an die Gläubigen.
Zur Freude kam bei der Eucharistiefeier auch Wehmut, als Johann Maurer bedauerte, dass sich Pater László Szilas zu voraussichtlich letzten Mal in der Pfarrgemeinde aufhält. “Sie haben unvergessliche Dienste geleistet und sich größte Wertschätzung erworben”, anerkannte der Bürgermeister, der auch an Szilas’ Freundschaft mit dem verstorbenen Pfarrer Willibald Männer erinnerte und dem beliebten Pater weiterhin viel Gesundheit und Gottes Segen wünschte.
“Bleiben wir im Gebet miteinander verbunden”, bedankte sich Szilas für die seit über 30 Jahren bestehenden Verbindungen. Dabei freute er sich auch über Soosais Worte: “Wenn du zu uns kommen willst, bist di immer gerne willkommen.”